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Aristoteles - MethodikGrundlagenAristoteles sah in der Philosophie eine Menge von Teildisziplinen bzw. Einzelwissenschaften, so dass sich einzelne philosophische Theorien zwar über mehrere Disziplinen erstrecken konnten, aber es nicht zwingend mussten und in der Regel auch nicht taten. Dieser Grundsatz der Teilwissenschaften unterschied sich vollkommen von den Ansichten Platons, „der Philosophie als eine alle Bereiche menschlichen Wissens umfassende Einheitswissenschaft auffasste“. Die Meinung Platons diebezüglich tangierte Aristoteles jedoch äußerst periphär.Auf dem Konzept der Einzelwissenschaften baute Aristoteles nun seine Theorien auf. Dies Tat der zum Einen durch empirische Forschung, und zum Anderen durch Weiterentwicklung und Verbesserung bestehender Lehren und Theorien seiner Zeitgenossen. Er bediente sich dabei seines gesunden Menschenverstandes und der Meinung der Allgemeinheit (Doxographie). Nachfolgend werden zwei zentrale Theorien der aristotelischen Philosophie beschrieben. Die Substanzlehre oder Frage nach der Grundlage allen Seins, und der Begriff der Kausalität. SubstanzlehreAus dem Arztberuf seines Vaters, dem daraus resultierenden medizinischen Umfeld, und seiner frühen Auseinandersetzung mit der Thematik lässt sich leicht erklären, warum Aristoteles der Biologie und dem Ursprung des Menschen und allen Seins eine solch schwerwiegende Bedeutung beimaß.Aristoteles unterteilte die Gesamtheit allen Lebens in eine Vielzahl Gattungen (Spezies), welche wiederum aus einer Anzahl Individuen bestünden (Substanzen). Ein Individuum folge nun bestimmten Regeln was Form und Material betrifft, aus dem es besteht. Der Ursprung allen Seins sei letztlich, unter Ausschluss zufälliger Eigenschaften und Merkmale, und unter Betrachtung des bleibenden Wesentlichen, genau das, was ein Individuum unverwechelbar kennzeichne. Die Substanzlehre ist also im weitesten Sinne ein früher Ansatz der heutigen Genetik. Die eindeutige Identifizierung eines Lebewesens: Seine DNS. Der Begriff der KausalitätDen Begriff der Kausalität, oder den Grund für eine Kette von Ereignissen definierte Aristoteles vollkommen neu. Entgegen der Ansicht vieler altertümlicher Philosophen behauptete er, dass sich ein eingetretenes Ereignis nicht nur durch eine einzige Ursache erklären liesse, sondern durch insgesamt vier:Die materielle Ursache - das Material, aus dem eine Sache gemacht ist. Die Wirkursache - der Ursprung aller Bewegung, Enstehung oder Veränderung. Die formale Ursache - die Definition von Form, Art oder Typus. Die Zweckursache - das Ziel und der Sinn einer Handlung oder Bewegung. Bei einem Baum beispielsweise wäre die materielle Ursache das Holz, die Rinde und die Blätter aus denen er besteht. Die Wirkursache wäre der Wind, der ihn hin und her bewegt, das Wasser, das ihn wachsen lässt oder der Mensch, der ihn fällt. Die formale Ursache wäre die Gattung der Pflanzen und die Zweckursache wäre der Drang im Frühling Blätter und Früchte zu tragen. „Aristoteles glaubte, sein Muster der Ursachen sei der ideale Schlüssel zur Organisation des Wissens". |
| .: Patrick Opitz . Das Aristoteles Projekt . Version 1.0 . June 2005 :. |